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Thema 3: Vergebung
Posted by: Daniel | Mon, Jun 25, 2007 4:29 pm | Tag(s): Translations, German | Permalink |
Thema 3: Vergebung
Matthäus 6, 14.15
Johannes, 13,35
Liebt einander – Selbstsucht und Stolz hindern die echte Liebe, die uns mit dem Geist Jesu Christi verbindet. Wenn diese Liebe gepflegt wird, werden die Grenzen aufgehoben und die Liebe wird in die Ewigkeit zielen. Die Menschlichkeit wird sich mit Menschlichkeit verbinden und all dieses wird eingebunden in Christus - dem Herz der ewigen Liebe. Gegenseitig geopferte Liebe ist heilig.
In diesem großartigen Werk ist die christliche Nächstenliebe – weit höher, beständiger, zuvorkommender, selbstloser als jemals erlebt wurde. Sie bewahrt die christliche Liebe, die Gutmütigkeit und Höflichkeit, sie hüllt die menschliche Brüderschaft in Gottes Umarmung ein. Diese Liebe bestätigt die Würde, die Gott in die Menschenrechte investiert hat. Diese Würde müssen die Gläubigen stets pflegen für die Ehre und Herrlichkeit Gottes.
Gott - der seinen einzigen Sohn in die Welt gesetzt hat -, hat das Edle im Menschen anerkannt indem er selbst Mensch geworden ist und für die Menschheit gestorben ist. Somit hat er durch das ganze Zeitalter bezeugt, dass „er die Menschen so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben“.
Eine verhängnisvolle Täuschung. Wahrhaftige Heiligung verbindet Gläubige mit Christus und Gläubige untereinander in sympathische und zärtliche Bindungen. Diese Einheit muss folglich in das Herz des Christen fließen und reichliche Strömungen erzeugen – wie die Liebe, die folglich erneut in die Liebe zu seinem Nächsten mündet.
Die Eigenschaften, die erforderlich sind um all das zu besitzen sind diejenigen, die die Vollkommenheit Christi Charakters kennzeichnen: Seine Liebe, seine Geduld, seine Selbstlosigkeit und seine Güte. Diese Eigenschaften können erreicht werden, indem man gütig handelt, mit einem gütigen und freundlichem Herzen.
Es ist die größte und Verhängnis vollste Täuschung anzunehmen, dass ein Mensch an das ewige Leben glaubt, ohne ein Christi ähnliches Leben führen zu müssen und seinen Bruder nicht lieben zu müssen. Der Christ, der Gott und seinen Nächsten lieb hat ist voller Licht und Liebe. Gott ist mit ihm und in ihm. Christen lieben ihre Mitmenschen und betrachten sie als wertvolle Seelen für die Christus gestorben ist. Es ist nicht möglich, ein liebloser Christ zu sein, „denn Gott ist Liebe und wir kennen ihn, wenn wir seine Gebote halten. Derjenige der sagt, er kennt ihn und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm.“
Petrus hatte Christus die Frage gestellt: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? Die Rabbis vertraten die Auffassung, dass man jemandem höchstens dreimal zu vergeben brauche. So glaubte Petrus ganz im Sinne Christi zu handeln, als er die Zahl auf sieben, die Zahl der Vollkommenheit, erhöhte. Christus wies aber darauf hin, dass wir nie aufhören dürfen zu verzeihen: „ ich sage dir: nicht sieben Mal, sondern siebzig Mal sieben Mal“ Matth. 18, 22
Aus diesem Grund wird auch von uns erwartet, dass wir bereit sind, unseren Mitmenschen zu vergeben. „Hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben“ 1 Joh. 4,11 „Umsonst habt ihr`s empfangen“ sagte Christus „umsonst gebt es auch“ Matth. 10,8
Als der Schuldner im Gleichnis bat: „Hab Geduld mit mir, ich will dir`s bezahlen“ wurde die Strafe aufgehoben, ja, die gesamte Schuld erlassen. Bald darauf bot sich ihm Gelegenheit dem Beispiel seines Herrn, der ihm vergeben hatte, nacheifern zu können. Denn kaum hatte er den Palast verlassen, da begegnete er einem Mitknecht, der ihm nur eine kleine Summe schuldete. Ihm selbst waren soeben zehntausend Talente erlassen worden. Wie wenig waren im Vergleich dazu die hundert Silbergroschen! Aber obwohl er selbst so viel Gnade erfahren hatte, ging er mit seinem Kollegen wenig freundlich um. Der Mann bat ihn mit den gleichen Worten um Zahlungsaufschub, wie er kurz zuvor den König angefleht hatte; aber der Knecht, dem so viel vergeben worden war, erwies sich als hartherzig. Die Barmherzigkeit die er eben erfahren hatte, verweigerte er seinem Mitknecht, als er seine Bitte um ein wenig Geduld brüsk abwies. Scheinbar konnte der undankbare Knecht nur an die kleine Summe Geldes denken, die jener ihm schuldete, und forderte von ihm ohne Verzug das Ausstehende. So ließ er an dem Mann das Urteil vollstrecken, dem er selbst gerade entkommen war.
Wie viele offenbaren heute doch denselben Geist! Als der Knecht seinen Knecht um Gnade bat, war ihm überhaupt nicht klar, wie groß seine Schuld und wie aussichtslos seine Lage war. Er hoffte, sich selbst irgendwie helfen zu können, als er bat, „hab Geduld mit mir, ich will dir bezahlen.“ Genauso wollen sich viele Menschen durch eigene Werke die Gnade Gottes verdienen. Sie erkennen ihre Hilflosigkeit nicht und nehmen deshalb Gottes Erbarmen nicht als Geschenk an, sondern versuchen lieber, aus eigener Kraft gerecht zu werden. Weil ihnen das Bewusstsein ihrer Sündhaftigkeit fehlt, sind sie nicht demütig geworden, sondern herrisch und unversöhnlich gegenüber ihren Mitmenschen geblieben. Ihre eigene Schuld gegenüber Gott verhält sich zur Schuld ihrer Mitmenschen an ihnen wie zehntausend Talente zu hundert Silbergroschen oder wie eine Million zu eins. Dennoch wagen sie es, die Vergebung zu verweigern.
Joh. 20, 21 – 23
Hieraus können wir ersehen, dass der Geist Gottes gegeben wurde und Christus die Jünger an die Vergebung erinnert. Nur durch den Heiligen Geist ist es für einen Menschen möglich zu vergeben, so wie Christus vergeben hat. Warum halten wir an Bitterkeit und Zorn fest? Warum erlaubst du dem Heiligen Geist nicht, jetzt in dein Leben zu kommen und dich freizumachen um vergeben zu können – jemandem, der gegen dich gesündigt hat?
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